Smart Tools For Smart Design (ST4SD)

Das Basisvorhaben im Rahmen des vom BMBF geförderten Forschungsprojekts smart3 hatte zum Ziel, eine innovative Zusammenarbeit von Designern und Wissenschaftlern zu ermöglichen, um mit dieser Grundlage umsetzbare Konzepte und Prototypen für neue und verbesserte Produkte mit Smart Materials zu gestalten, sowie das komplexe, technische Wissen zu Smart Materials zu bündeln und insbesondere für Gestalter in eine greifbare Sprache zu „übersetzen“. Die Entwicklung von Produkten auf Basis von Smart Materials setzt umfassendes technisches Fachwissen voraus und erfolgt daher meist durch Ingenieure und in der Regel für sehr spezifische Applikationen. Designern hingegen steht Wissen über die relevanten Technologien, Funktionsweisen und Verarbeitungsparameter oft nicht in für sie verständlicher Form zur Verfügung. Hierdurch wird ihnen der Zugang zur Technologie und somit die grundlegende Einbindung in den Produktentwicklungsprozess erschwert.

Ziel des Projekts war es daher, Design als Mehrwert zu Beginn eines Entwicklungszyklus zu integrieren, um so Produkte mit neuen auf Smart Materials basierenden Alleinstellungsmerkmalen zu entwickeln. Dafür wurden auf Grundlage einer zu erstellenden Werkstoff-Datenbank Vorgehensweisen, Formate und Werkzeuge konzipiert und getestet, die es Designern ermöglichen, ohne die Hürde des komplexen technischen Know-hows für die Potentiale der Smart Materials sensibilisiert zu werden, um diese in ihre Produktideen einzubringen. Möglichkeiten, aber auch momentane Einsatzgrenzen derartiger Materialien können so ad hoc abgeschätzt werden, was die Konzeption und Umsetzung von zukunftsweisenden, nicht stereotypen Ideen für konkrete Anwendungen erst ermöglicht. In visionären Pilotprojekten und Studien wurden die entwickelten Werkzeuge (Demonstratoren und Materialstudien) sowie Vorgehensweisen von Gestaltern erprobt. Eine Weiterentwicklung im Hinblick auf die technische Realisierbarkeit erfolgt kontinuierlich in der unmittelbaren Zusammenarbeit mit Ingenieuren und Wissenschaftlern.

Forschungsbereich weißensee: Entwicklung von „Smart Tools“, die sich dem Wissen zu Smart Materials in verschiedenen Komplexitätsgraden spielerisch und experimentell nähern und relevante Inhalte adäquat transportieren.
Weiterführende Informationen finden sich auf der Projektwebsite (http://st4sd.de).

Project team weißensee:
Prof. Dr. Zane Berzina (Director),
Veronika Maria Aumann (Research Associate), Julia Wolf (Research Associate)

Project partners:
Fraunhofer Institutes IWU and IKTS in Dresden, Fraunhofer Institute IAP in Potsdam-Golm and weißensee kunsthochschule berlin